1959
Eine kleine Gruppe von Hobbyspielern gründete 1959 innerhalb der TSG die Abteilung Tischtennis und verschrieb sich fortan ganz dem rasanten Spiel mit dem kleinen weißen Zelluloidball. Namentlich waren dies die Brüder Kurt, Heinz und Manfred Göttner, Heinz Löffler, Rudolf Herdegen und Norbert Wehn. Die Leitung der Abteilung lag praktisch von Beginn an in den Händen des damals jüngsten Mitglieds Manfred Göttner, der besagte Funktion bis 1990 inne hatte und selbst jahrzehntelang als Aktiver an der Platte stand. Nur Heinz Löffler hatte das Amt zuvor kurz inne. Zunächst waren kaum finanzielle Mittel vorhanden. So wurden die ersten Tische aus Spezialsperrholz eigenhändig zusammengezimmert und mit einem Anstrich versehen. Als Spiellokal diente anfangs die Mindelhalle, die noch über eiserne Öfen geheizt werden musste. Für das zusätzlich benötigte Licht sorgte die Ringleuchte der Boxabteilung.

1961
Die Begeisterung und die Kameradschaft waren riesengroß, und nach einigen Freundschaftsspielen wagte man 1961 den Schritt zu Teilnahme an den Punktrunden. Im ganzen Landkreis gewann dieser Sport zunehmend an Popularität. Im Jahre 1966 kam es auch zur Gründung einer Damenmannschaft, die lange Zeit recht erfolgreich agierte, inzwischen aber wieder aufgelöst werden musste. Ebenfalls 1966 wurden die ersten Stadtmeisterschaften ausgetragen. Damals hieß der Sieger bei den Herren Manfred Göttner. Der bis heute häufigste Gewinner dieser Titelkämpfe ist der nach wie vor in der ersten Mannschaft aktive Reinhard Stapfer.

1970
1970 legte man dann unter Jugendleiter Max Zimmermann und Trainer Werner Schmid den Grundstein für eine gedeihliche Nachwuchsarbeit, die in den folgenden Jahren Spitzenspieler wie den schon erwähnten Reinhard Stapfer oder die Gebrüder Kurt und Wolfgang Hilbert hervorbringen sollte. Seit 1980 kam es im Rahmen von Turnieren auch immer wieder zu Begegnungen mit den befreundeten Akteuren aus der Partnerstadt Mortain, sei es nun in Thannhausen oder in der Normandie.

1985
Im Jahre 1985 sorgten die Tischtenniscracks aus der Mindelstadt für den bis dato größten Triumph in der Geschichte der Abteilung: mit dem Traumergebnis von 40:0 Punkten realisierte die erste Herrenmannschaft mehr als nur souverän den Aufstieg in die Landesliga Südwest. Schon Ende 1984 waren einige Topspieler der TSG nach Burgau in eine Kreisauswahl berufen worden, die ihre Fähigkeiten im Duell gegen den mehrfachen CSSR-Meister Banik Ostrau unter Beweis stellen durfte. Der aus Münsterhausen stammende Rudi Grund - sicher das größte Talent, das je in Reihen der Mindelstädter stand - trotzte dabei als erfolgreichster Akteur der gastgebenden Auswahl dem Vize-Europameister von 1980 Josef Kvoracek immerhin zwei Sätze ab. 1985 startete man dann in die erste Landesligasaison, wobei das Ziel Klassenerhalt lauten musste. Zu realisieren hatten dies Rudi Grund, der Memmenhauser Neuzugang Wolfgang Schilling, Reinhard Stapfer, Wolfgang, der einzige Thannhauser, der je Kreismeister wurde(2x) und Kurt Hilbert sowie der bereits 1975 zur TSG gewechselte Krumbacher Helmut Hofrichter, der noch heute in der ersten Mannschaft spielt und so mit Abstand der dienstälteste "Legionär" auf Seiten der Mindelstädter ist. Wider Erwartend erreichte das Team hinter dem ESV Ingolstadt, dem SV Esting, Post Augsburg und dem TSV Gräfelfing einen hervorragenden fünften Platz. Ähnliche Zuschauerzahlen bei den Heimspielen - zumeist zwischen 100 und 150, was für diesen Sport in der Tat ungewöhnlich ist - gab es schwabenweit nirgendwo anders. Thannhausen hatte eben das Tischtennis-Fieber gepackt, und es wurde ja auch durchaus etwas fürs Auge geboten. Zwar musste die TSG schon in der darauf folgenden Saison der Landesliga wieder "Adieu" sagen, doch eine Klasse tiefer - in der Schwabenliga I - wurde in den nächsten Jahren mit tollen Darbietungen ebenfalls nicht gegeizt. Sicher hätte man die Klasse halten können, hätten sie nicht, den heute wieder hier aktiven, Wolfgang Hilbert verloren und als Folge dessen Abgang auch noch Wolfgang Schilling (Zurück nach Memmenhausen). So kamen mit Jürgen Beinhauer, Erwin Landherr und auch Manfred Göttner Spieler der Zweiten zum Einsatz. Selbst ehemalige deutsche Topspieler vom Schlage eines Conny Freundorfer maßen sich in der Dreifachhalle der hiesigen Hauptschule mit den Einheimischen. So hatten die Sportbegeisterten insbesondere nach dem Landesliga-Aufstieg der Fußballer im Jahre 1990 häufige sogar zweimal am gleichen Tag Gelegenheit, in Thannhausen Spitzensport mitzuerleben. Insgesamt sind damals auch eigene Mannschaften, darunter vier Jungendteams, im Einsatz gewesen.

1986
Bereits 1986 - also noch zu Landesligazeiten - war es hier zu einer Tischtennis-Gala der Extraklasse mit üppigem Rahmenprogramm gekommen. Für eine Demonstration ihrer Klasse - samt noch nie gesehenen Einlagen - konnten vier Weltklassespieler gewonnen werden. Der Tscheche Milan Orlowski (Europa- und Vizeweltmeister), die beiden Jugoslawen Dragutin Surbek und Zoran Kalinic (jeweils Europa- und Weltmeister) sowie der sechsfache chinesische Weltmeister Liang Geliang hatten den Weg nach Thannhausen gefunden, und natürlich wurden hinterher auch Autogrammwünsche erfüllt. Heute werden zwar sportlich wieder etwas "kleinere Brötchen" gebacken, jedoch haben wir es bei den Tischtennisspielern der TSG nach wie vor mit einer regen Abteilung zu tun, die damals drei Herren- und zwei Bubenteams sowie eine Mädchenmannschaft ins Rennen um die Punkte schickt.

2006
Heute ist die Abteilung wieder auf dem aufsteigenden Ast. Die Erste spielt in der 2. Bezirksliga oben mit und der Verein kann mit 4 Herren-, 1 Damen-, 5 Jungen-, und 1 Mädchenteam mehr denn je aufbieten. Bei den jüngeren Schülern zeigt sich, dass in Thannhausen, unter Jugendleiter Bernhard Herold und Jugendtrainer Stefan Herold, einige der größten Talente des Landkreises spielen. In drei Jahren hat man 50-Jähriges bestehen und genau seid 45 Jahren nehmen die Thannhauser nun schon am Spielbetrieb teil. Mit Reinhard Stapfer, Kurt Hilbert, Wolfgang Hilbert, Erwin Landherr, Jürgen Beinhauer und TSG Vorstand Gerd Olbrich(damals SC Ichenhausen) stehen noch einige ehemalige Landesliga Spieler in den Reihen der TSG. Auch die Treffen mit der Abteilung aus der Partnerstadt Mortain finden noch alle 2 Jahre statt.

Es läuft also die 45. TSG-Saison und in 2 Jahren findet dann das 50 Jährige Jubiläum statt, was 2009 sicher groß gefeiert wird.

2008

Einen neuen Höchststand an Mannschaften gibt es durch die neue 2. Mädchenmannschaft. Dadurch nehmen mit den 4 Herrenmannschaften, 1 Damenmannschaft, 5 Jungenmannschaften und Mädchenmannschaften insgesamt 11 Mannschaften am Punktspielbetrieb. Die Jugend gehört zu den aktuell erfolgreichsten Teams in Schwaben, denn die ersten beiden Mannschaften spielen bereits in der Bezirksoberliga und Beziskliga.

Gründungsmitglied Manfred Göttner spendet 2008 der Jugend einen kompletten Satz Trikots und ein Jahr vor der Jubiläumssaison wartet man auf sein lang angekündigtes Comeback.

2009

50 Jahre Tischtennis

In die Saison 2009/10 geht der Verein mit mehr Mannschaften als je zuvor. Neben einer Damen- und 4 Herrenmannschaften, starten 6 Jungen-, eine Mädchen und 4 Bambinimannschaften. Die Jugend gilt mittlerweile als Aushängeschild im Verein. Diese Saison wird aller vorrausicht nach im Bayernligaaufstieg der 1. Jugend enden, was sich dauerhaft auch wieder auf die Herren auswirken dürfte.

2010

Alle 6 Jungenteams von Jugendleiter Stefan Herold steigen auf. Die 1. Jugend in die Bayernliga, zweite und dritte Mannschaft in die Bezirksoberliga. Sogar die Vierte spielt jetzt in der Bezirksliga und es wird eine 7. Mannschaft eröffnet.